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Maria und Josef erst auf dem Weg zum Tempel

Szene 8: Maria und Josef auf dem Weg zum Tempel

Die Menschen in Israel sagten: In der Mitte unseres Landes ist eine Stadt. Si ist unser Mittelpunkt, unsere Hauptstadt. Sie heißt Jerusalem. Die Mitte der Stadt Jerusalem ist der Ort, wo alle sich treffen, wenn sie ein wichtiges Fest feiern. Sie sagten: Dort wohnt unser wirklicher König, Jahwe, unser Gott. Dort können wir Gott begegnen. Dann gehen die Menschen in den Tempel von Jerusalem.

Als Jesus zur Welt kam, gab es ein Gesetz. Das Gesetz Mose schrieb damals vor, ein Neugeborenes innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. Es sagte: Der erste Sohn in einer Familie gehört besonders zu Gott. Seine Eltern sollen besonders für ihren ersten Sohn beten.

Jesus war jetzt 40 Tage alt, uns so machten sich Maria und Josef auf den Weg zum Tempel in Jerusalem, um ihren Sohn Gott vorzustellen und für die Geburt zu danken. Im Temple war auch ein alter Mann, der Simeon heiß. Ihm hatte Gott versprochen, dass er nicht eher sterben würde, als bis er den Heiland gesehen hätte. Auch eine alte Frau war i Tempel, sie heißt Hanna. Sie war verheiratet und vor vielen Jahren ist ihr Mann gestorben. Sie ist im Tempel und betet und fastet. Ihr Leben gibt sie Gott.

Frau im Tempel
Priester und Gelehrter im Tempel
Besucher im Tempel

Szene 7: Flucht aus Ägypten

Maria, steh auf!“. Maria rieb sich verschlafen die Augen. Sie gähnte. warum weckte Josef sie mitten in der Nacht? “Komm, wir müssen packen und weggehen von hier“, drängte Josef. “Warum mitten in der Nacht? Hat das nicht Zeit bis morgen?“, fragte Maria mit müder Stimmer. “Nein“, erwiderte Josef, “Wir können nicht warten. Ich erkläre dir alles unterwegs.” Maria stand auf. Dann packten sie schnell alles, was sie hatten, zusammen. Es war ja nicht viel. Ein paar Kleider für sich und für das Baby. Ein paar Vorräte. Und natürlich noch die kostbaren Geschenke, die die Weisen vor ein paar Tagen gebracht hatten. Dann ging es schon los. Bevor es hell wurde, waren sie aus Bethlehem verschwunden.

Sie hatten einen langen Weg vor sich. Josef erklärte Maria was los war. “Du weißt doch, was uns die Weisen von Herodes erzählt haben. Er wollte genau wissen, wann sie den Stern gesehen hatten und wo der neue König geboren werden würde. Aber er wollte nur so viel wissen, weil er vorhat, den neuen König umzubringen. Heute Nacht ist mir ein Engel erschienen. Er hat mir gesagt, dass Herodes unser Baby umbringen lassen will. Der Engel hat noch gesagt, wir sollen sofort nach Ägypten fliehen.

Josef und Maria zogen los. Jeden Tag kamen sie ein kleines Stückchen weiter, bis sie endlich nach vielen Tagen in Ägypten ankamen. Dort suchten sie sich einen Ort zum Wohnen und blieben erst einmal dort. Hier mussten sie warten. Warten, bis Gott ihnen etwas anderes sagte.


Szene 6: Die Hl. Drei Könige

Als König Herodes die drei Weisen nach Bethlehem sandte, gingen sie ihres Weges und siehe der Stern, den sie im Osten gesehen hatten ging ihnen voran bis er dort stand, wo “Christus der Erlöser” geboren war. Als sie im Stall das junge Kind mit Maria seiner Mutter sahen, da fielen sie nieder und erwiesen im ihrer Ehrerbietung. Auch öffneten sie ihre Schätze und versahen das Kind mit Geschenken – Gold, Weihrauch und Myrre.

Die Namen der hl. drei Könige waren Casper, Melchior und Balthasar. Ihre Namen stehen stellvertretend für die drei damals bekannten Kontinente: Afrika, Asien und Europa. Casper verkörpert Afrika, daher seine dunkele Gesichtsfarbe. Balthasar symbolisiert Asien und Melchior Europa. Ihre Namen erhielten sie im 9. Jh.

Die Gebeine der hl. drei Könige ruhen seit 1164 im Dreikönigsschrein des Kölner Doms. Der Stern hatte sie zu einer sehr besonderen Geburt geführt – der von Jesus. Sie hatten auch Geschenke für den Kleinen mitgebracht: Gold, weil es unendlich kostbar war. Die Heilpflanze Myrre, um das Jesuskind vor Krankheiten zu schützen, und Weihrauch, als Zeichen dafür, dass Gott bei Jesus ist.

Kamel mit Jungen

Szene 5: Christi Geburt

Maria war sehr müde und spürte, dass das Kind jeden Moment zur Welt kommen konnte. Deswegen gingen die beiden in den vom Herbergswirt beschriebenen Stall, um sich dort etwas auszuruhen. In dieser Nacht bekam Maria ihren Sohn. Diese Nacht nennen wir deshalb die “Heilige Nacht”. Wie der Engel es gesagt hatte, gab Josef ihm den Namen Jesus. Maria wickelte den kleinen Jungen in Windeln und legte ihn in die Futterkrippe.

Auf den Feldern vor der Stadt hüteten Hirten ihre Schafherden. Auf einmal ging ein strahlendes Licht am Himmel auf. Die Hirten zitterten vor Schreck. Was war das? Es erschien ihnen ein Engel der sagte: “Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude. Heute Nacht ist Jesus, Gottes Sohn geboren worden. Er ist der Retter der ganzen Welt. Geht nach Bethlehem! Dort im Stall könnt ihr in anschauen. Dort liegt das Kind in der Futterkrippe.” Als der Engel sie wieder verlassen hatte, rannten die Hirten los. Ganz außer Atem kamen sie beim Stall an und tatsächlich, dort fanden sie das neugeborene Kind! Es war alles genauso wie der Engel es gesagt hatte.

Hirtenjunge weist den Weg
Hirtinnen auf dem Weg
Hirten auf dem Weg zur Krippe

Szene 4: Maria und Josef auf Herbergssuche

Maria und Josef waren nun schon einige Tage unterwegs und Maria dachte oft daran, dass ihr Kind ein besonderes Kind sein sollte. So hatte es ihr der Erzengel gesagt.
Und Bethlehem war ein besonderer Ort, denn hier hatte einst der König David gelebt. Manche sagten auch: ” Eines Tages wird in Bethlehem der Retter für unser Volk geboren.” Maria fragte oft, wie weit es denn noch sei. Endlich in Bethlehem angekommen, suchten sie eine Unterkunft für die Nacht. Josef klopfte bei vielen Häusern an und fragte: “Könnt ihr wohl mich und meine Frau aufnehmen? Wir sind wegen der Volkszählung unterwegs.”

Herberge

Die Herbergen für Reisende waren schon überfüllt. Es waren einfach zu viele Menschen unterwegs. Doch Maria spürte, dass jetzt bald das Kind geboren würde- Der Gastwirt hatte Mitleid. Er erlaubte ihnen, in der Nähe in einem Stall bei den Tieren zu übernachten. So fand auch ihr Esel einen guten Platz.

Gesamtansicht
Herbergssuche
Bettler am Wegesrand
Kleiner Junge

Szene 3: Josef und Maria auf dem Weg nach Bethlehem

Alle Bewohner des Reiches mussten auf Befehl des römischen Kaisers Augustus an einer Volkszählung teilnehmen und sich in Steuerlisten eintragen. Jede Familie reiste dazu an den Ort ihrer Herkunft. So machten sich auch Maria und Josef von der Stadt Nazareth in die Stadt Bethlehem in Judäa. Josef wusste, dass es ein anstrengender, mehrtägiger Marsch werden würde, und er dachte mit Sorge an Maria, die im neunten Monat schwanger war und in diesem Tagen ein Kind erwartete. Ob sie den weitern, über 150 Kilometer langen Weg schaffen würden? Und wichtiger noch, wo sollte Maria das Kind zur Welt bringen? Jeden Abend mussten sie nach einer Unterkunft fragen, was in damaliger Zeit bei allen Reisenden üblich war. Es war alles sehr ungewiss und das bedrückte Josef sehr. Er betete zu Gott: “Guter Gott, sei du bei uns“.

Krippenteam beim Aufbau der 3. Szene
Josef mit bepacktem Esel
Josef und Maria machen eine Rast
Maria ruht sich aus
Hirsch und Rehe
Eule im Baum

Szene 2: Maria Verkündigung

Es geschah zu Nazareth in Galiläa

In Nazareth wohnte eine junge Frau, die Maria hieß und mit dem Schreiner Josef, der aus dem Geschlecht Davids stammte, verlobt war. Maria war gerade im Haus im Gebet vertieft, als Ihr der von Gott gesandte Erzengel Gabriel erschien. Maria erschrak sehr. Der Erzengel verkündigte ihr eine frohe Botschaft und sagte: “Habe keine Angst! Du wirst eine Sohn, den Erlöser, zur Welt bringen uns sollst ihm den Namen – Jesus – geben.”
Josef, der in seiner Werkstatt am schreinern war, erfuhr von der Erscheinung und der Botschaft des Engels erst durch Maria.


Szene 1: Sterndeuter und Weise aus dem Morgenland

Es waren einmal drei Sterndeuter, die eines Nachts einen wunderschönen Stern sahen. Sie waren richtig begeistert, denn sie verstanden etwas davon und sagten: “Das muss ein Königsstern sein, einer, der über die Erde regieren wird.”
Nach langen Diskussionen, basierend auf ihrem astrologischen Wissen, kamen sie zu dem Entschluss, sich gemeinsame von diesem Stern führen und leiten zu lassen, um den König, den Erlöser zu suchen und ihm zu huldigen.
Aber der König Herodes dort wollte von einem neuen König nichts wissen. Er war in heller Aufregung und rief: “Meine Frau hat keinen König geboren. Doch wenn ihr ihn gefunden habt, dann kommt zurück und sagt mir, wo er ist.” Das sagte Herodes aber nur so zum Schein. Darum sagt man auch scheinheilig zu solchen Leuten. Es sollte fast ein Jahr dauern, bis die drei Weisen den Erlöser auf den Feldern von Bethlehem fanden.

Die Weisen
Sterndeuter
Sterndeuter

Öffnungszeiten

Die Besichtigung der Krippe in der St.-Vitus Kirche zu Willebadessen ist zu den täglichen Öffnungszeiten von 9.00 bis 16.30 Uhr unter Beachtung der Corona-Vorgaben (Mund- und Nasenschutz, Abstand, Desinfektion) möglich.
Die Krippe in der Kirche ist barrierefrei auch mit Rollstuhl über den Haupteingang zu erreichen.


Die Inszenierung der Weihnachtsgeschichte wird in den folgenden Wochen von vielen Kirchengemeinden in Form unterschiedlichster Weihnachtskrippen dargestellt.

Die Krippe in der katholischen Kirche St. Vitus, Willebadessen ist mehr als nur die Darstellung von Jesus, Maria und Josef im Stall. Es handelt sich um eine sogenannte „Wandelkrippe“. Diese Form der Krippendarstellung zeigt in acht Szenen die heilige Familie nicht nur im Stall zu Bethlehem, sondern erzählt die biblische Geschichte von der Verkündigung bis hin zur Tempeldarstellung zu Lichtmess Anfang Februar.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Krippe mehr und mehr zu einer sogenannten „Wandelkrippe“ entwickelt und ist nicht nur für Krippenliebhaber zu einem Anziehungspunkt in der Advents- und Weihnachtszeit geworden. Nicht nur aus dem Ort selbst, sondern auch aus dem gesamten Umland kommen Besucher, teils wöchentlich, um sich an den neuen Krippenszenen zu erfreuen. „Viele sind fasziniert von der Detailvielfalt und der lebensnahen Darstellung“

Acht Szenen vom 1. Advent bis Anfang Februar

Die Krippenszenerie wird jeweils wöchentlich umgebaut und zu unterschiedlichen Bildern passend zu den Texten der Bibel einfühlsam und variantenreich gestaltet wird. Die Krippenfiguren, gespeist aus dem großen Kleiderfundus, werden wöchentlich neu eingekleidet.
In und an der mehr als 20 Quadratmeter großen Krippe gibt es mit jeder Szenendarstellung immer wieder Neues zu entdecken. Seien es die prachtvollen Geschenke der Heiligen Drei Könige, die vielen Details in der Herbergsszene, die Reiseutensilien von Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem, die Vögel in den Bäumen oder die Tiere am Wegesrand. Liebling der Familien mit Kindern, Kindergarten- und Schulgruppen, die die Krippe besuchen ist immer eine kleine Maus die wöchentlich ein neues Versteck findet.

Aktuell gehören zur Weihnachtskrippe elf bewegliche, mehr als 90 Zentimeter große Gliederpuppen, die aus beweglichen Holzgestellen mit Gelenken hergestellt sind. Köpfe und Hände sind geschnitzt und entsprechend farblich bemalt. Schafe, eine Ziege, ein Kamel aus Arabien und andere Tiere gehören auch zur Ausstattung.

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