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Zum 1. Juli 2022 geht der Pastorale Raum an den Start

Was seit vielen Jahren angekündigt wurde und mit der Besetzung des Leiters des Pastoralen Raumes, Pfarrer Bernd Götze, einen Anfang nahm, wird jetzt Wirklichkeit.
Zum 1.7.2022 wird der Pastorale Raum durch das Erzbistum Paderborn offiziell errichtet.
Die bisherigen Pastoralverbünde Borgentreicher Land und Willebadessen-Peckelsheim sind damit aufgefordert, sich gemeinsam auf den Weg zu machen, mit den Gremien, dem Pastoralteam und unter Beteiligung vieler anderer die zukünftige Pastoral / Seelsorge zu bedenken und neu zu gestalten. Die Überlegungen und Ergebnisse werden festgehalten in einer Pastoralvereinbarung. Dieser Prozess wird voraussichtlich circa zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Zu einem ersten sogenannten „Clearing-Gespräch“ waren die Gremien, die Sekretärinnen und das Pastoralteam am 19.5.2022 in der Schützenhalle Peckelsheim zusammengekommen.
Barbara Hucht und Pastor Tobias Dirksmeier, sind vom Erzbistum Paderborn beauftragt, als externe Berater den Weg hin zum Pastoralen Raum zu begleiten. In Absprache mit dem Pastoralteam hatten sie dieses erste Treffen vorbereitet und übernahmen auch die Moderation des Abends.

Barbara Hucht und Pastor Tobias Dirksmeier

Am Anfang stand der geistliche Impuls mit der Bibelstelle vom reichen Fischfang (Joh 21,1-14) Das Evangelium wurde gedeutet und auf den Prozessweg übertragen.
Hier einige Gedanken:

Die Jünger gehen nach der Auferstehung ihrem Alltag nach. Das kennen sie. Sie gehen fischen und machen die schmerzliche Erfahrung, dass nach zahllosen Versuchen die Netze trotz aller Mühe leer bleiben.
In ähnlicher Weise haben sich in den letzten Jahren die Gemeinden und Gremien um das kirchliche Leben bemüht. Dabei haben auch sie schmerzlich erfahren, dass vieles vergeblich war und weniger wird.

Jesus, steht unerkannt am Ufer und fordert die Jünger auf, die Netze noch einmal auszuwerfen. Sie tun dies trotz Unglauben und Skepsis – und das Unerwartete tritt ein. Die Netze sind prall gefüllt.
Auch wenn die Gremien trotz aller Sorge und Zweifel die Netze noch einmal auswerfen, sich auf den Weg machen, kann Unerwartetes geschehen, Neues aufbrechen. Dazu lädt der Prozess ein, die Netze noch einmal auszuwerfen und sich von Unerwartetem überraschen zu lassen.

Am Ende des Evangeliums erkennen die Jünger, erkennt die kleine Gemeinschaft am Kohlenfeuer, dass Jesus bei ihnen ist und ihnen beistand. Freude macht sich breit.
Auch auf dem gemeinsamen Weg zur Entwicklung des Pastoralen Raumes geht Jesus mit uns. Das wird sichtbar werden im Miteinander, im Gespräch.

Folgende Fragen werden den Weg der Überlegungen prägen: Wo stehen wir gerade? Wo wollen wir hin? Was müssen wir anders machen, damit kirchliches Leben vor Ort bestehen bleibt?

Danach gab es die Gelegenheit sich an Stellwänden über verschiedene Fragestellungen auszutauschen. Davon wurde rege Gebrauch gemacht. Im Nu entstanden lebendige Gespräche und die Stellwände füllten sich mit Gedanken. Es wurden Chancen und Hoffnungen, die mit dem Prozess verbunden werden, bedacht und notiert. Ebenso konnten offene Fragestellungen und Themen festgehalten werden. Auch Sorgen und Befürchtungen kamen ins Wort.


Die Ergebnisse dieses Abends werden die Grundlage für den Weg zur Pastoralvereinbarung bilden und die einzelnen Schritte des Prozesses bestimmen. Dazu werden die Berater einen Vorschlag unterbreiten.

Als nächsten Schritt soll es nun zunächst eine Klausur des Pastoralteams zu diesem Themenkomplex geben. Mit diesem Ausblick beendete Pfr. Götze die Versammlung und bedankte sich noch einmal ganz herzlich bei allen Teilnehmenden.

Das Pastoralteam hatte die Moderation an den Stellwänden übernommen und gab am Ende eine kleine Zusammenfassung von den Gesprächen mit den wichtigsten Inhalten.

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